Das Duodezimalsystem

Da wir hier ja immer wieder einmal die Diskussion um verschiedene Einheitensysteme hatten – konkret Metrisch vs. Angloamerikanisch – hier ein sehr interessanter Beitrag zum Duodezimalsystem im Vergleich zum Dezimalsystem. Für mich erschließen sich hier viele Parallelen zur Verwendung von Unzen und deren guter Teilbarkeit in Cocktailrezepten.

:nerd_face:

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So schlimm? Ich finde die Herleitung der ganzen historischen Maße wie Gros, Dutzend, usw. ja schon sehr spannend. Ich hab mich immer gefragt weshalb das so »komische« Mengen sind – jetzt weiß ich es,

Mir ging es da nur um „die gute Teilbarkeit in Cocktailrezepten“ bei meiner Aussage.
Den Artikel selber finde ich sehr interessant :wink:

Edit: Hatten wir die Diskussion eigentlich hier oder nur bei WA?

Ich kann mir Verhältnisse mit Brüchen einfach besser merken und sie auch schneller skalieren als cl-Angaben mit zwei Nachkommastellen. Letztendlich persönlicher Geschmack und viel Gewohnheit – ich hab fast nur englischsprachige Cocktailbücher und spare mir so das Umrechnen. Eine Funktion zum switchen zwischen den Einheiten (Siehe Difford) wäre super im Forum.

Ich fühlte mich sofort an Mathe 1 erinnert… es hat schon nen Grund warum sich Dezimal durchgesetzt hat.

Bei der Uhrzeit allerdings nicht … :nerd_face:

Nur weil du es gewöhnt bist und nicht viel umrechnen musst. Wieviel Sekunden hat denn ein Tag? (Und nimm jetzt nicht den Taschenrechner (alle Programmierer sind auch ausgeschlossen))

Die Anmerkung bezog sich auf den im Film besprochenen Versuch, die Uhren nach der Französischen Revolution aufs Dezimalsystem umzustellen …

:alarm_clock:

Mir geht es auch nicht darum das Dezimalsystem grundsätzlich in Frage zu stellen. Ich finde nur, dass man hier und da auch davon abweichen kann — wenn es praktikabel ist …

Hat Swatch auch mal probiert.

Ich muss mir den mal ganz anschauen.

Es gibt ja schon einige Dinge des alltäglichen Lebens die nicht auf dem Dezimalsystem basieren. Abgesehen von der Uhrzeit fallen mir spontan Bits & Bytes ein … 8, 16, 32, WTF?

:nerd_face:

Die Zehner-Basis vom Dezimalsystem ist mathematisch betrachtet natürlich schon ziemlich random gewählt. Andere Basen wie 2, pi, 8, 12, 16, 60, 360 oder 1024 haben alle tolle Eigenschaften, die 10 nicht hat. Das Problem ist halt, wenn ein Einheitensystem auf „natürlich“ weiße zusammen wächst, so dass man hinterher keine einheitliche Basis über alle Größenordnungen hat (siehe imperiales System, Uhrzeit, Winkel, …). Und wenn man nicht gelernt hat in der Basis über mehrere Größenordnungen zu rechnen, hilft das natürlich auch nur begrenzt. Das selbst moderne Techniker und Wissenschaftler es noch schaffen neue Einheitensysteme zu verhunzen merkt man genau in der Informatik: Wir fangen mit ner 2er-Basis an. Schön und gut! Dann führen wir Bytes ein. Notieren aber in Hexadecimal? Und zum skalieren nehmen dass so ne Art SI-System, das versucht die 2er-Basis mit der 10er-Basis zu verbinden, sodass „echte“ und „unechte“ KB entstehen. Und darüber hinaus lassen wir zu, dass es sowohl Kilo-Bit als auch Kilo-Byte gibt… :crazy_face:

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Die Basis 10 hat einen großen Vorteil. Wir haben 10 Finger.

Du hast dir den Film noch immer nicht angeschaut oder?

Das ist der Grund für die Basis 10, aber kein Vorteil im Sinne von Alleinstellungsmerkmal. Man könnte mit unseren Händen auch super mit einer 5er oder 8er Basis rechnen (oder, wie im Video gezeigt, mit den Fingergliedern an einer Hand bis 12 zählen).

:see_no_evil: nein