Geschichte der Bar
Das Dino’s ist ein Urgestein der modernen klassischen Bar in Wien. Hier waren wir bereits 2010 auf unserem wiener Cocktailforumstreffen. Damals hieß es allerdings noch „Dino’s American Bar“. Um 2019 baute der neue Eigentümer Heinz Kaiser die Räumlichkeiten um und schuf die heutige Dino’s Apothecary Bar.
Heinz Kaiser
Apotheker und renommierter österreichischer Bartender war schon früher Head-Bartender in Dino’s American Bar. Mit der Übernahme der Bar machte er seine Doppelprofession zum Thema der Bar. (Quelle)
Bar-Konzept
Das Konzept der Apotheke findet sich in vielen Aspekten der Bar wieder. Da wären die selbst angesetzten Zutaten in Chemikalien-Flaschen, die extrem Hochwertige Barkarte mit Abbildungen von Pflanzen, die an historische Medizin- oder Biologie-Bücher erinnert, sowie die molekulare Küche, die sich in einigen Cocktail-Kreationen wieder findet.
Neben der extrem umfangreichen fixen Karte und hunderten von Spirituosen, die in Glasvitrinen die Wände und Schränke schmücken, gibt es auch eine Saisonelle Karte, in der man die neusten Kreationen findet. Dabei werden auch moderne Trends bedient/gesetzt. So, findet man aktuell auf der Karte mehre Drinks mit Skyr und muss so selbst beim Trinken nicht auf Bonus-Protein verzichten. ![]()
Erfahrungsbericht
Wir hatten versucht auf einen Freitagabend mit einer Gruppe von ca. 8(!) Leuten nach dem Essen spontan einen Platz in der Bar zu finden. Das war natürlich ein hoffnungsloses Unterfangen. Uns wurde dann empfohlen in zwei Stunden noch einmal zu kommen, wenn die ersten Gäste ihren Abend beenden würden.
Wir sind dann ersteinmal an die Donau gezogen um zunächst in einem prolligen Champagner-Schuppen mit DJ nicht bedient zu werden und uns anschließend an einer alternativen Kiosk-Bude mit Bier zu versorgen und auf einer kleinen Holzbühne Wienerwalzer und indische Volkstänze zu erproben.
Zurück im Dino’s waren nun vis-à-vis des Bartresens acht Stehplätze frei. Die Plätze waren dahingehend ein bisschen umbequem, dass man sich regelmäßig dünn machen musste, um dem Service-Personal die Möglichkeit zu geben sich durch die Bar zu quetschen. Aber mit der Zeit wurden dann zwei vierer-Tische frei und wir wurden auf die emütlicheren Sitzgelegenheiten verteilt. Sich durch die Karte zu kosten war eine Erlebnistour. Jeder Drink ein kleines Kunstwerk, teils mit Essbarer Beilage. Da sind die gehobenen Getränkepreise auch gerechtfertigt. Unteranderem habe ich hier einen der besten allkoholfreien Cocktails probieren dürfen, die ich je in einer Bar vorgesetzt bekommen habe - ein Drink auf der Basis von Martini Floreale mit Basilikum und pinker Grapefruite.
Empfehlung
Allein schon das Ambiente der Bar ist einen Besuch wert. Sich durch die ganzen Eigenkreationen der saisonale Karte zu testen ein spannendes Unterfangen. Da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.