Mobile Bar - Mobiler Bartresen - KofferBar

Hi ihr Lieben,

es kommt mir mal wieder der Gedanke doch mal irgendwann eine mobile Bar zu kaufen oder selber etwas zu bauen. Wenn bei nem Event kein Tresen vor Ort ist, so haben wir in den letzten Jahren immer wieder aus Bierzeltgarnituren des Gastgebers eine Cocktailbar mit Tresen gebaut. Mit Panzertape kurz verschnürt und ein Laken drüber geworfen und schon war die Cocktailbar fertig. Es funktioniert, aber ganz professionell ist das dann doch nicht.

  • Gibt es hier weitere die sich schon mal überlegt haben etwas zu kaufen oder selber zu bauen?
  • Gibt es Erfahrungen mit KofferBars?
  • Hat jemand eine gute Bauanleitung einer mobilen Bar gefunden?

@Mixael hat doch diesen kommerziellen Kofferbartresen, den er mal auf einem Forumstreffen in Stuttgart präsentiert hat. Vielleicht kann er berichten, ob das Teil noch im Einsatz ist, bzw. wie lange es gehalten hat und ob man das noch bekommt.

Habe ich bis letztes Jahr ja selbst vertrieben. Habe noch 2 Stück in gebrauch. Ich mag die Dinger :yum:

Bild
Bild

3 „Gefällt mir“

Die „Bierzeltvariante“ (Video dazu) finde ich für den Anfang gar nicht so schlecht, das gezeigte Zubehör gab es sogar mal fertig zu kaufen, allerdings scheint die Firma nicht mehr zu existieren.

Ich hab auch lange nach einer Lösung gesucht und mir zunächst mobile, aber möglichst platzsparend transportierbare Bartresen angesehen - schon eine Weile her, hier einfach mal ein paar Links, die noch funktionieren (ohne Wertung, war einfach nen Brainstorming):

Für „ab und zu“ waren sie mir am Ende aber doch allesamt zu teuer, außerdem suchte ich etwas, das man ganz unterschiedlich aufbauen und bei Bedarf auch erweitern kann. Mein Gedanke war: Tische sind eigentlich überall vorhanden oder können organisiert werden. Warum nicht, im Wortsinne, darauf aufbauen?

Das Ergebnis:

  • vorhandene (stabile) Tische bekommen 35 cm hohe Aufsatzregale (Hammerbacher Thekenaufsatz, z. B. https://www.bueroshop24.de/hammerbacher-thekenaufsatz-gerade-lichtgrau-115-0-x-32-0-x-35-0-cm-463018), als Low-Budget-Variante bzw. als Anschluss und Zwischenstücke eignen sich BILLY Aufsatzregale von IKEA, sie haben die gleiche Höhe: BILLY Aufsatzregal, weiß, 80x28x35 cm - IKEA Deutschland. Gewöhnliche Bankett-Tische sind in der Regel bis zu 75 cm hoch, Gesamthöhe somit ca. 1,10 m. Auf eine normale Theke in Küchenhöhe aufgesetzt (90-95 cm) - findet man in Locations ja auch oft - hat man sogar eine richtige Bartresen-Höhe von stattlichen 1,25 - 1,30 m.
  • Obendrauf ggf. Deckplatten (mit selbstklebendem Klettband gegen Verrutschen gesichert), gibt’s bei IKEA z. B. für die BESTA-Serie z. B. in Marmoroptik oder - etwas tiefer, dicker und in 20-cm-Schritten erhältlich - TOLKEN; die Thekenaufsätze von Hammerbacher brauchen aber eigentlich keine
  • als zentrales Element, und weil ich auch noch etwas Festes brauchte, wo ich meine Eisbox einlassen kann, zudem Steckdosen, Beleuchtung, GN-Behälter … hab ich mir aus einem IKEA GALANT Aufsatzregal einen noch etwas höheren Aufsatz gebaut. (Seitliche und mittlere senkrechte Wangen 10 cm unterhalb vom Quer-Boden kürzen; die ungekürzte Rückseite dient dann als Frontseite der Bar; im Boden sind dann Ausschnitte für kleine, 10 cm tiefe GN-Behälter möglich). Gesamthöhe auf einem normalen Tisch ca. 1,25 m.
  • als Tischoberseite und Arbeitsfläche dient eine feste Lackfolie von der Rolle
  • für die Optik werden die Tische schließlich mit sog. Skirtings für Buffett-Tische verkleidet (Befestigung mit Tischklammern, welche nicht nur die Lackfolie halten, sondern auch die Aufsatzregale gegen Verrutschen nach vorn hindern, an diese wird das Skirting geklettet).

Und so könnte es aufgebaut aussehen (dazu kam es wegen Corona leider nicht, daher nur als Skizze. Die Silhouetten der Flaschen sind aus schwarzer Folie aufgeklebt):

Die Tresenaufsätze kann man relativ leicht zerlegen und wieder aufbauen. Den Galant-Aufsatz, einmal zusammengebaut, kaum, er ist auch viel schwerer als gedacht und sperrig, die Regal-Rückwand = Bar-Frontseite zudem massiv, so dass man das Teil nur auf wirklich stabile Tische (keine Wangentische) stellen sollte.

2 „Gefällt mir“

Links im Bild sieht man so einen Thekenaufsatz (glaube, der war sogar von Hammerbacher wie oben verlinkt) auf einem ca. 90 cm hohen Tresen:

Sachsen, Leipzig, WikiCon 2017 NIK 9674

… und die Gastseite:
Wikicon 2017 Editierbar Shaker

3 „Gefällt mir“

Super tolle Zusammenstellung @chris, ich komme zu einem ähnlichen Ergebnis und werde von deinen Ideen einiges übernehmen. Die Variante mit den Aufsatzregalen war mir neu.

Wenn man also sagt, dass es am Veranstaltungsort an sich immer Tische gibt und man dem Veranstalter zur Auflage macht mind. 2 große Tische zu stellen, einen für die Bar und einen für Glas und Co zum Abstellen, dann würde sich bei mir folgendes ergeben:

Für die Bar:
Großer, tiefer Tisch vom Veranstalter:

  • Tiefe: 80 cm (bei geringerer Tiefe braucht es mehr Breite oder die Auswahl der Drinks könnte eingeschränkt werden)
  • Breite: Mindestens 160 cm, lieber 200 cm oder mehr!

Aufsatzregale dann drauf. Je nachdem was für Tische der Veranstalter stellt braucht man eine verschiedene Anzahl und Breite. Die IKEA Aufsatzregale gibt es auch in 40 cm Breite. Frage @chris : Wie sehen die Aufsatzregalen von hinten denn aus? Da muss man doch sicher auch noch eine schöne Blende anbringen? Eventuell seinen Bar-Namen drauf schreiben oder nen Skirting montieren?
Wenn man 3 Standardtische aus Bierzeltgarnituren bekommt um seine Bar zu bauen (2 für die Bar, 1 für Gläser und Co), dann sind diese standardmäßig 220 cm lang. Dies bedeutet z. B. 3 Aufsatzregale à 80 cm würden passen.

Die Aufsatzregale würde ich unten drunter mir Moosgummi o. ä. versehen um rutschen zu hemmen.

Man könnte sich die Aufsatzregale nach eigenen Wünschen auch selber bauen aus ein paar Brettern. In dem Fall könnte man jeweils für die linke und die rechte Seite die seitliche Wange länger machen, so dass es den Bartresen abschließt und dort nix herunterfallen kann. Vielleicht nicht ganz verständlich, daher ne schnelle Rotz-Zeichnung:

Wenn man es sich selber baut würden folgende Holzkosten anfallen: Mal flott durchgerechnet mit Verwendung von Siebdruckplatten:

1,8 m Breite, 35 cm Höhe, 28 cm Tiefe (Hinweis: Ob diese Maße ideal sind ist nicht bekannt, es dient nur der Vergleichbarkeit zu IKEA Billy Aufsatzregalen)

Bei IKEA wären das 3x 80er Aufsatz = 90 EUR (in schwarz) bei ca. 18 mm Materialstärke

Bei Siebdruckplatte von Hornbach = 35,25 + 18,59 + 18,59 + 6,16 + 6,16 + 25,17 = ca. 110 EUR …noch kostentechnisch optimierbar mit geringerer Holzstärke und passenderen Maßen. Dafür ist die Blende schon perfekt und obendrauf sieht es auch schon schön aus.

1 „Gefällt mir“

Cool! Diese Aufsatzregale hab ich zum ersten Mal in einer Arztpraxis gesehen, dafür sind sie eigentlich auch da - um aus gewöhnlichen Büromöbeln / Schreibtische eine Art Theke / Tresen zu machen. „Bar-Höhe“ kriegt man allerdings erst, wenn man sie auf einen Schanktisch / bestehende Theke (= ungefähr die Höhe einer Küchenarbeitsplatte) setzt. Für normale Bankett-Tische hätte ich sie gerne etwas höher - aber das kannst du beim Selbstbau ja problemlos vorsehen. Mein Galant-Aufsatz ist ab Tischplatte 50 cm hoch, Gesamthöhe somit 125-130 cm Tischhöhe 70-75, + ggf. Deckplatte). Beim Material für Eigenbau würde ich eher zu Multiplexplatte (15 oder 18 mm) greifen mit (mindestens) einer halbwegs hübschen Furnierseite, z. B. Birke, Eukalyptus oder Buche, muss man dann nur noch ölen (besser klarlackieren) und sieht gut aus. Und nix selber sägen, sondern alles passgenau im Baumarkt oder vom Tischler zusägen lassen.

Als Fertiglösung würde lieber zu denen von Hammerbacher greifen als zu einer IKEA-Impro, die hab ich auch nur als Zwischen-/Verbindungsstücke genommen oder für Ecken. Es gibt sie ja in verschiedenen Breiten und Lackierungen. Was ähnliches müsste es auch in klassichen Büromöbelserien geben, vermutlich aber deutlich teurer. IKEA BILLY hingegen fängt nicht unzufällig mit „bill“ an wie in „billig“. Und auch nur in 40 und 80 cm breit erhältllich. Von Haus aus, soviel zu deiner Frage, sind die natürlich von vorn und unten „hübsch“, sprich, die Oberseite hat Schraublöcher und die zum Gast zeigende Rückseite ist nicht beschichtet sondern papp-grau. ABER da diese beiden Teile symmetrisch sind, kann man sie einfach verkehrt herum mit den Seiten verschrauben und hat es dann zumindest oben ohne Schraublöcher (wenn auch nicht mit durchgehender Deckplatte) und zum Gast die beschichtete Seite. Dann noch Umleimer auf die (beim Bücherregal zur Wand, als Bar-Aufsatz zum Gast zeigenden) rückwärtigen Seitenkanten und natürlich die unbeschichteten Kanten nach unten ebenfalls versiegeln, sonst quillt das auf wie nix. (Gilt aber auch für die Hammersbacher).

2 „Gefällt mir“

Mein Gedanke gerade zur Optimierung solch eines Aufbaus:

Man wird ja häufig vor Ort beim Veranstalter verschieden breite Tische vorfinden. Eine Mindestbreite von 1,60 m muss man verlangen, aber häufig werden es auch 2,00 m oder 2,20 m sein, vielleicht sogar mehr.

Meine schnelle Online-Recherche nach Standard Banketttische und Bierzeltgarnituren ergab z. B. folgende Maße:
1,50 x 0,85 (Hochzeit bei Freunden gerade)
1,60 x 0,80
1,80 x 0,80
1,83 x 0,76
2,20 x 1,00 (zwei Bierzelttische hintereinander)

Die Breite variiert somit zwischen 1,50 m und 2,20 m, wobei 1,5 m echt schon zu schmal ist. Dann bitte zwei nebeneinander. Somit ergeben sich Breiten von 1,60 m bis 3,00 m.
Die geringste, brauchbare Tiefe sind 0,76 m

EDIT: Ich habe im vorherigen Beitrag zwar geschrieben, dass man bereits ab einer Tischbreite von 1,60 m Cocktails eingeschränkt mixen könnte, allerdings hatte ich letztens wieder eine Bierzeltgarnitur mit 2,20 m Breite und das war schon eng mit 10 verschiedenen Cocktails. Ich würde eher mal mit 2,20 m Mindestbreite kalkulieren.

Wenn man das mit einem Aufbau von 3 Elementen wie von @chris oben, oder auch mit einem festen Aufbau von mir oben regeln will, so wird es häufig nicht ganz aufgehen. Elemente würden links und rechts überstehen oder die Ränder vom Tisch wären nicht genutzt. Daher folgende Idee:

Was wäre, wenn wir in Gedanken starten mit der Ramsch Skizze von mir oben starten. Ein durchgehender Aufbau, der nur optisch in 3 Segmente unterteilt wird durch die senkrechten Stützen des Tresens. Was wäre, wenn wir das mitlere Stück uns mal rausdenken. Jetzt haben wir zwei einzelne Segmente; eines für links und eines für rechts. Diese können wir jeweils bis an den Tischrand schieben. Jetzt klafft nur in der Mitte eine Lücke. Diese Lücke ist verschieden breit, je nach Tischbreite. Mein Gedanke ist es dort entweder:

  • eine Tresenplatte hinzusetzen, welche auf dem Tresen links und rechts aufliegt. Geführt über zwei Führungspunkte, welche auf die inneren Kanten des Tresens links und rechts montiert werden, und in eine mit der Oberfräse von unten in die mittlere Tresenplatte gefräste Führung greifen.
    → Nachteil dabei: Es gäbe zwei höhenmäßige Sprünge in der Tresenplatte. Wen dort jemand versucht sein Glas abzustellen, so könnte es nass werden. Und man hat eine fast durgehende Höhe zwischen Tresen und Arbeitstisch. Hier muss von vorneherein ein gutes Maß gewählt werden.

  • einen weiteren Aufbau dazwischenzusetzen, welcher nicht auf dem Arbeitstisch steht, sondern auf den Tresenaufbauten links und rechts lagert. Dann hätte man eine optisch sehr schöne Erhöhung in der Mitte wie auf dem tollen Bild von @chris . Aber ebenfalls mit einer Führungsschiene und Führungspunkt wäre man variabel.

EDIT: Mit 2,20 m Mindestbreite ergeben sich 80 cm links + 60 cm Mitte + 80 cm rechts. Die 60 cm genügen für Eisbox (40 cm). Wenn man die auf dem mittleren Stück so breit macht wie die Mindestbreite von 2,20 m, dann ergibt sich eine Überlappung von 80 cm links und 80 cm rechts. Wenn man die seitlichen Stücke jetzt rauszieht mit einer verbleibenden Mindestüberlappung von 20 cm ergibt sich: 2,20 m + 0,80 - 0,20 + 0,80 - 0,20 = 3,40 m Maximalbreite. Man wäre mit Tischbreiten flexibel zwischen 2,20 m und 3,40 m. Wenn man auf die vollen 60 cm in der Mitte verzichtet und sagen wir mal auf 40 cm geht (jeweils 10 cm Überstand an den Seiten vom Tisch von dem Tresen, dann wäre man sogar flexibel zwischen 2,00 m und 3,40 m.

1 „Gefällt mir“

Interessante Überlegungen - ich bin gespannt, was du am Ende realisierst! Nur ein kleiner Gedanke: ich sehe kein Problem darin, wenn der/die Tische, auf denen man Tresenaufsätze stellt, breiter sind als diese Aufsätze. Imho sollten sie sogar breiter sein, damit die Aufsätze nicht so leicht über die Kante rutschen, wenn jemand dagegen stößt (rutschhemmende Füße wie von dir vorgeschlagen braucht’s natürlich trotzdem; sie verhindern auch, dass die Aufsätze von unten aufquellen, wenn mal Flüssigkeit ausläuft. Doppelseitiges Klebeband ginge auch, kriegt man nur schwer wieder ab und ich hab damit auch schon mal nen Tresen beschädigt). Wie dem auch sei, Abstellfläche, etwa für Gläser-Rücklauf, Getränkespender, Tabletts … kann man doch nie genug haben.

1 „Gefällt mir“