Clairin Vaval

Hier der Vergleich der beiden Abfüllungen von 2018 (50,4%) und 2022 (53,3%) des Clairin Vaval aus der Destillerie Arawaks in Cavaillon (Haiti).
Von der Herstellung unterscheiden sich die Jahrgänge nicht. Sie wurden aus spontanvergohrenem Zuckerrohrsaft der Sorte Madame Meuze in einer Pot-Still destilliert.

Nase:

2018: Vegetal, leicht medizinisch, mit etwas Brombeere und Banane

2022: Etwas vegetal aber eher ins erdige gehend, leicht medizinisch, süßlicher, mit etwas überreifen Kirschen

Die Abfüllungen sind recht ähnlich. Beide haben recht vegetal ausgeprägte Noten, die bei der neueren Abfüllung eher ins erdige übergehen. Ester ist natürlich in beiden Abfüllungen präsent. Die ältere Abfüllung ist etwas saurer, während die neue Abfüllung etwas süßlicher ausfällt.

Geschmack:

2018: Sauer, etwas Popcorn, Ester, leicht süßlich

2022: Sauer, vegetal, süßlich

Beide haben eine deutliche Ester-Säure. Im Geschmack sind vegetale Noten in der 2022-Abfüllung etwas stärker ausgeprägt und sie ist auch hier etwas süßlicher.

Ti Punch:

Auch hier sind beide Abfüllungen recht ähnlich. Die 2018er Abfüllung hat mir vielleicht einen Tick besser geschmeckt, aber ich denke beide haben im Drink eine 4,5/5 verdient.

Fazit:

Die Unterschiede halten sich in Grenzen. Wem die 2018er Abfüllung gefallen hat, der wird auch an der 2022er Abfüllung gefallen finden. Die paar extra Prozente stellen für mich hier keinen erkennbaren Mehrwert dar.

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