Liste empfehlenswerter Literatur

Die ausführliche Liste

Eine (Stand 2015) zu historischer und moderner Bar-Literatur hat Cocktail-Nerd und Wikipedia-Autor Mangomix zusammengestellt:

Mangomix Liste ist insbesondere für Recherche-Projekte zusammengestellt worden und enthält viel frei zugängliche Literatur. Wer Mangomix helfen kann seine Liste zu erweitern möge sich bitte direkt an ihn wenden.

Viele Links zu frei zugänglichen Cocktailbüchern findet man auch wohl sortiert bei bar-vademecum.

Die kurze Liste

Für alle, denen Mangomix Liste zu lang ist, stelle ich ihr eine kürzere Liste mit Empfehlungen zu kostenpflichtiger Literatur zusammen:

The PDT Cocktail Book - The complete Bartender’s Guide from the celebrated Speakeasy
Jim Meehan und Chris Gall, (2011)
Kategorie: Standardwerk
Handliches Nachschlagewerk für Beginner und Fortgeschrittene. Besticht durch eine schöne, alphabetisch sortierte Rezeptesammlung.
Cocktailian - Das Handbuch der Bar
Helmut Adam, Jens Hasenbein und Bastian Heuser, (2010)
Kategorie: Standardwerk
Handliches Nachschlagewerk, das sich insbesondere an Einsteiger richtet. Das Buch versucht ein wenig die deutsche Version vom „PDT Cocktail Book“ zu sein. Teils etwas konfus mit unnötiger Information überladen. Die Cocktails sind hier nach Kategorien sortiert, die sich erst fortgeschrittenen Lesern erschließen. Dafür gibt es 3 Indizes, die einem Erlauben die Drinks alphabetisch, aber auch nach Zutaten und Cocktail-Kategorie zu suchen.
Cocktailkunst - Die Zukunft der Bar
Stephan Hinz, (2014)
Kategorie: Standardwerk
Sehr schön illustriertes Werk für Anfänger und Fortgeschrittene. Zwischen Kochbuch und Rezeptesammlung. Das Buch versucht zu erklären, nach welcher Logik Cocktailrezepte funktionieren und wie Cocktails in Kategorien ein teilbar sind. In der klassischen Rezeptesammlung sind nur die kritischeren Cocktails ausführlicher beschrieben. Dafür fasst die Rezeptesammlung sehr viele Drinks. Darüber hinaus sind noch moderne Cocktailkunstwerke beschrieben und bebildert, die man wohl selbst nicht zu hause nachmixen kann, die aber sehr schön anzusehen sind.
The Ultimate Bar Book - Die Welt der Spirituosen und Cocktails
André Dominé, (2008)
Kategorie: Warenkunde
Schön bebilderte Warenkunde zur Geschichte und Herstellung von Spirituosen aus aller Welt. Die Rezeptesammlung hingegen ist weniger zu gebrauchen.
The Bar Book - Elements of Cocktail Technique
Jeffrey Morgenthaler und Martha Holmberg, (2014)
Kategorie: Technik-Buch
Buch über den richtigen Einsatz von Bartools und Kochtechniken zur Herstellung von Cocktailzutaten.

weitere Wegweiser

GuidesForums-TastingsEmpfehlenswerte Blogs und PodcastsEmpfehlenswerte Bars

2 „Gefällt mir“

Es sieht so aus, als ob collectif1806.com ihre Online-Bibliothek eingestellt haben. Sehr schade. Ich vermute, sie hatten zu viele neuere Titel im Bestand, die noch ein per Copyright geschützt waren.

Bücher sind immer gut. Ich habe in den letzten Monaten so viele gekauft, dass ich mit dem Lesen kaum hinterherkomme, sei es bezüglich Cocktails, Grillereien oder Brot backen. Ich mag es einfach, darin zu stöbern und mir Inspiration zu holen.

Nun denn, was habe ich, was empfehle ich? The Bar Book von J. Morgenthaler wurde schon genannt. Liest sich meiner Meinung nach recht gut, obwohl ich an manchen Stellen etwas Stirnrunzeln bekam, etwa bei dem geeigneten Material für ein Rührglas. Ansonsten wirklich gut und empfehlenswert.

Für Einsteiger mit am besten geeignet sein dürfte Cocktails von Franz Brandl. Im Grunde ist das eine sehr umfangreiche Sammlung an Rezepten, und das ist nach meiner Erfahrung meist das, was Cocktailneulinge zu allererst wollen.

Mein persönliches Lieblingsbuch momentan ist Cocktail Codex von A. Day, N. Fauchald und D. Kaplan. Jeder bekannte Cocktail wird hierin auf einen Stammcocktail heruntergebrochen. Ähnliches Prinzip wie beim Cocktailian, nur dass es im Cocktail Codex nur sechs Stammcocktails statt 13 sind. Es wird beschrieben, was den jeweiligen Stammcocktail ausmacht und wie die einzelnen Zutaten miteinander wirken und an welchen Stellschrauben wie gedreht werden kann, um weitere Cocktails zu kreieren… Dazu dann auch wieder Exkurse, wie Sirupe oder Bitters selbst gemacht werden. Das Ganze ist garniert mit wirklich tollen Fotos.

1 „Gefällt mir“

Morgenthaler ist ja im Cocktailbereich sehr bekannt und sein erstes buch ist ja extrem gut und hat vielen den Weg zu Cocktaisl geebnet

kann jemand was hierzu sagen ?

grafik

1 „Gefällt mir“

Bzgl. Buchkauf kann ich folgende Geschichte erzählen:
Ich war vor einigen Tagen in einem Buchgeschäft und musste auf meine Tochter warten.
Um mir die Zeit zu vertreiben habe ich es mir in einem Sessel gemütlich gemacht und mir dabei ein Cocktail-Buch angesehen. Das Buch hieß „Cocktails“ von Franz Brandl. es beinhaltet sehr viele Cocktailrezepte.
Ich fand das Buch sehr gut aber als ich dann den Preis sah, 26Euro, legte ich es wieder zurück.
Ich fand dann auf Bookbot das gleiche Buch allerdings gebraucht und in einer früheren Ausgabe um 1,79Euro INKLUSIVE VERSAND!!!
Habe es mir bestellt und schon geliefert bekommen. Ist wie neu.
Das schöne in dem Buch ist, es ist nach den Zutaten(Rum, Whiskey, Liköre, etc strukturiert dh. wenn ich eine bestimmte Spirituosenflasche anschaffe kann ich nachsehen, für welche Cocktails ich sie einsetzen kann.
Zusätzlich fand ich, dass es eine Menge mir unbekannte Rezepte beinhaltet, welche mir auf meiner Hauptquelle Youtube bis jetzt noch nicht untergekommen sind.
LG

ja gut, bei cocktailbüchern kann man ja 499 von 500 wegwerfen,
da gibt es so viel schund

Wenn mich jemand fragt, sag ich ganz klar immer
Morgenthalers Barbook, weil er einfach eine tolle mischung aus rezepten und auch technik etc ist

Smugglers Cove,
wenn man Tiki mag

Death& co cocktail book, wenn man ein gutes buch mit rezepten will die auch so in einer berühmten bar funktioniert haben.

Brandl hat über die Jahre ja verschiedenes Rausgebracht, bzw das buch das du da hast, wurde ja in x editionen rausgebracht, denke da ist es kein wunder, dass es da gebraucht das inzwischen günstig gibt.

Kochbücher sind ja auch so dinge, kosten neu preis x, aber online gebraucht kriegt man sie für einen appel udn ei, so sie denn jemand verkauft

2 „Gefällt mir“

Ich kaufe Bücher auch gerne mal Gebraucht, ist ja meist nichts dran, man spart eine Menge Geld und der Verkäufer (sofern von Privat) ist froh, Platz im Bücherregal zu schaffen. Ich weiß nicht wie es in Österreich ist (ich könnte jetzt natürlich eine Suchmaschine bemühen :smiley: ), aber bei uns in Deutschland gibt es eine Buchpreisbindung, die allerdings nur für Neuware, ausgenommen viele Importware, zählt. Ein weiteres Beispiel, bei dem du einsparen kannst, sind Mängelexemplare, diese sind auch nicht an die Buchpreisbindung gebunden. Ich habe zum Beispiel den dritten Cocktaillianband als Mängelexemplar gekauft, aber keine wirklichen Mängel festgestellt. Der einzige Unterschied ist die Stempelung „Mängelexemplar“ auf dem Unterschnitt.

Zu Brandl muss allerdings gesagt werden, dass die Rezepte oft nicht mehr ganz zeitgemäß sind, sprich aus Sicht von jemandem, der sich mit dem Thema intensiv beschäftigt, versaftet und oft unbalanciert wirken. Halt das was wohl in den 80ern und 90ern als „guter Cocktail“ galt und anscheinend bei vielen Konsumenten immer noch gut ankommt. Des Weiteren solltest du die Produktempfehlungen nicht unhinterfragt lassen, Brandl bekommt vermutlich Geld von den jeweiligen Produzenten oder Spirituosenkonzeren, damit er explizit deren Produkte nennt und teilweise Werbetexte einbindet. Du solltest also im Hinterkopf behalten, dass wenn Brandl nach einem bestimmten Produkt verlangt, der Drink vermutlich genauso gut oder vielleicht sogar noch besser wird, wenn du ein anderes Produkt der gleichen Kategorie verwendest.

Weil du das Buch schon gekauft hast, kannst du es natürlich auch lesen und benutzen, aber solltest dabei halt quellenkritisch sein und bei Interessanten Drinks die dich Ansprechen weiter recherchieren und dir vor allem eigene Gedanken machen, indem du das Gelesene reflektierst.

Qualität vor Quantität ist bei Rezeptquellen sehr wichtig. Eventuell sind viele mittelmäßige Rezepte enthalten, allerdings können aber auch gute Cocktails darinnen verstekct sein, die zu Unrecht verkannt sind und unter dem Radar fliegen. Als Beispiel nenne ich das Savoy Cocktail Book von Harry Craddock aus dem Jahre 1930, das auch über 700 Rezepte enthält. Dabei sind halt viele bestenfalls mittelmäßig oder für mich uninteressant, aber auch viele gute Klassiker, sowie Drinks die unbekannt sind, aber trotzdem ziemlich gut sind oder mein Interesse wecken, enthalten. Zu einigen davon findet man im Internet nur sehr wenig. Und bei vielen können und sollten die Rezepte an den eigenen Geschmack oder an moderne Gepflogenheiten angepasst werden.

4 „Gefällt mir“

Ich würde auf jeden Fall noch das PDT Cocktail Book in die Runde werfen. Dort finden sich viele moderne Klassiker und schön gemacht ist es zudem auch.

@Sektionschef würde ich noch 12 Bottle Bar empfehlen. Wie der Name schon sagt: Viele Rezepte mit 12 Flaschen!

2 „Gefällt mir“