Mit dem Thema hatte u.a. auch ich mich hier bereits beschäftigt.
Im Ergebnis habe ich damals, allein wegen des (vermuteten?) Aufwandes, von der Bestellung in den USA abgesehen. Der Preis spielt bei meinem geringen Verbrauch keine Rolle. Wird lediglich als Cocktailzutat verwendet.
Eins erinnere ich aber auch genau: Als ich damals in einer Bar in Frankfurt einen Drink und anschließend einen Löffel pur von genanntem Sirup probieren durfte, war ich ziemlich geflasht.
Bestellen werde ich mir jetzt aber mal den hier schon mehrfach von @microboy empfohlenen Horizon Grade C.
Ich habe mich in letzter Zeit mehr dem Savoy Cocktail Book zugetan. An sich ist das ja ganz interessant, aber da steht leider auch viel Schund drin. Spannend fand ich aber den Albertine Cocktail:
War mir mit Agaven Nectar (klein Dicksaft) etwas zu trocken und zu flach. Hab leicht nachgesüßt und noch etwas mehr Bitters verwendet. Dann war er ganz passabel …
Modern Medicine nach diesem Rezept.
Guter Sour. Ich würde das nächste mal den Islay Whisky mitshaken.
Vorher musste ich leider einen Kill Devil wegschütten. Scheint mir als müsste der Chartreuse deutlich angepasst werden. So wird alles andere fast vollkommen übertönt.
Das Rezept klingt sehr spannend. Ich bin aber ohnehin der Ansicht, Aperol kann viel mehr, als langweilige Spritzs und funktioniert auch in „richtigen“ Drinks sehr gut
Der Kill Devil klingt aber ebenfalls sehr nach meinem Geschmack, würde vielleicht nur den Zuckersirup nach unten dosieren…
Bin grundsätzlich kein großer Fan von Aperol. Stimme dir aber zu, dass er, insbesondere in Sours, oft einen ganz guten Job macht. Hier hat’s sehr gut gepasst.
Der Float Islay Whisky hat eher wenig Sinn für mich gemacht. Am Anfang war der Drink extrem torfig und rauchig, ab der Hälfte war kaum noch Islay wahrnehmbar.
Klar, der Kill Devil ist ein süßer Drink. Aber für mich durchaus noch im Rahmen. Geschmeckt hat man von dem Demerara Sirup allerdings gar nichts, den hätte man auch komplett weglassen können.
Klingen für mich beide, wie einige andere aus diesem Thread, sehr interessant und kommen auf die „To Mix“
Mal eine Grundsätzliche Frage:
Ich hatte noch nie grüne Chartreuse zuhause, nur die gelbe, wurde auch immer so von mir substituiert.
Ist der Unterschied von gelb zu grün wirklich so groß? Rechtfertigt er den Preis bzw. die Notwendigkeit beide haben zu müssen?
Auch wenn die grundlegende Kräuteraromatik in beiden Likören gleich ist, unterscheiden sie sich dann doch deutlich.
Der grüne ist wesentlich intensiver, auch durch den hohen Alkoholgehalt. Der gelbe ist leichter und bringe eine deutliche Honignote und auch eine gewisse Frische mit.
Denke das jeder für sich steht und unterschiedliche Ergebnisse liefert.
Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, hätte mir der Kill Devil mit gelber Chartreuse bestimmt besser geschmeckt
Kann ich sehr gut nachvollziehen. Bei Penicillin geht es mir da zum Beispiel ähnlich, gefällt mir besser, wenn der rauchige Part dirket mitgeshaked und eventuell sogar noch der Anteil erhöht wird. Oder mein Favorit im besagten Falle: Einen mittelrauchigen Schotten wie Talisker als Basis und dann trotzdem noch mit einem richtig torfigen Islay floaten
Aber Rezepte sind oft nur Richtwerte und keine starren Dogmen, die durchaus an den eigenen Geschmack angepasst werden können.
Zum Kräuterlikörthema: Hier wurde eigentlich alles schon korrekt zusammengefasst. Ich habe mal den Chocolate Cocktail mit beiden Chartreuse Versionen getestet und deutliche Unterschiede festgestellt. Und auch pur verkostet sind beide, abgesehen von der Grundcharakteristik unterschiedlich. Der Drink mit der gelben Version war wesentlich milder und gefälliger, der mit der grünen Variante deutlich kräftiger und kantiger. Aber beide wirklich sehr gut trinkbar. Wenn ich mich dafür entscheiden müsste, nur eine der beiden Varianten besitzen zu dürfen, wäre es definitv der Grüne, auch wenn die gelbe Version durchaus ihre Daseinsberechtigung hat.
Gerade mal ausprobiert. Ich fand den Float (Laphroaig Quartercask) recht interessant. Mag aber auch daran liegen, dass ich normalerweise nicht der größte Fan vom Whiskey-Sour-Geschmack bin.
Zwar schon von vor 3 Tagen, aber den ersten Cocktail des Jahres und nach dem davor verkosteten IPA der zweite alkoholische Drink des Jahres überhaupt, wenn man vom Silvesterschaumwein absieht, wollte ich nicht vorenthalten. Und es muss schon etwas richtig geiles sein und definitiv nichts mittelmäßiges, wenn es sich um das erste Mischgetränk im neuen Jahr handelt. Daher habe ich mich für einen Martini entschieden, weil ich, für eine Sauce, den Carpano Dry Vermouth geöffnet habe, der mir übrigens erstaunlich gut gefällt. Der erste olfaktorische Eindruck des Wermuts war: „Riecht ja fast wie Antica Formula.“ Weil beide vom selben Hersteller stammen, aber auch nicht verwunderlich. Am Gaumen dann aber doch deutlich anders, wesentlich trockener als der süße Antica Formula, dafür aber mit strafferer Säurestruktur und oxidativen, an Sherry erinnernden Aromen. Ursprünglich hatte ich etwas vergleichsweise Gegensätzliches vor: Grapefruit Bitters und Zitronenzeste. Weil ich die Grapefruit Bitters aber nicht auf die Schnelle gefunden habe, die Lemon Bitters hingegen sofort und ich noch eine Bio Grapefruit hatte, dann eben diese Variante.
Auf Eis rühren, in ein vorgefrostetes Glas abseihen, mit der Zeste besprühen und garnien.
Sehr stark, eiskalt, würzig und geschmacklich, trotz des höheren Wermutanteils, durchaus trocken, mit erfrischenden Zitrusfruchtnoten. Noch klar erkennbar ein klassischer Martini, die Grapefruitzeste bringt aber einen interessanten Twist ein, ohne den Purismus zu unterminieren. Genau das, was ich von einem guten Martini erwarte.
Ich habe nun endlich gestern Abend den M.Downfall probiert. Wirklich ein toller leichter Drink mit einer samtigen Textur. Den werde ich wohl öfter mal für Gäste machen müssen. Mein ausgewählter Rum war Burkes von Rum Artesanal.
Pfirsichlikör von Steinhauser. Ananas war vorher als Pürree geblendet, der Drink geshaked 5/5