Sirup Grundlagen Teil 1 - Zuckersirup selbst herstellen

Es gibt sicher zahlreiche Varianten, um die einfache Zutat wie Zuckersirup selbst herzustellen. In diesem kurzen Ratgeber möchte ich aber die meiner Meinung nach einfachste Variante, um 2:1 Zuckersirup herzustellen beschreiben. Gleichzeitig kann dieses Rezept auch als Basis für eine große Menge an weiteren Sirups dienen.

Untenstehend findet ihr zuerst eine Liste an Zutaten und anschließend das benötigte Equipment, was in diesem Fall denkbar einfach ist.

Zutaten

Menge Zutat
500 g Zucker
250 g Wasser
3 cl Spirituose, optional (Vodka, weißer Rum etc.)

Equipment

Menge Equipment
1 500 ml Flasche, frisch gespült
1 Wasserkocher
1 Küchenwaage
1 Topf
1 Kochlöffel oder Schneebesen
1 Trichter
1 Hitzebeständigen Messbecher
2 Topflappen oder Topfhandschuhe

Zubereitung

1. Flasche auskochen
Zuerst eine kleine Menge Wasser im Wasserkocher aufkochen. Anschließend die saubere Flasche mithilfe des Trichters mit dem kochenden Wasser befüllen. Die Flasche verschließend und am besten mit den Handschuhen leicht schütteln, damit auch er Deckel vom heißen Wasser benetzt wird. Anschließend vorsichtig die Flasche entleeren.

2. Sirup zubereiten
Zucker abwiegen, Wasser abwiegen und anschließend in den Topf geben und langsam unter regelmäßigem Rühren zum Kochen bringen. Anschließend die Hitze reduzieren und circa 10 Minuten köcheln lassen, die verlängerte Kochzeit erhöht die Haltbarkeit. Dann von der Hitze nehmen und in hitzebeständigen Messbecher und schließlich in die vorbereitete Flasche abfüllen. Optional noch 3 cl Spirituose hinzugeben um die Haltbarkeit zu verlängern.

Anmerkung

Das Verhältnis 2:1 beschreiben das Verhältnis Zucker zu Wasser. Mir ist durchaus bewusst, dass beim Abmessen von Wasser das Volumen nicht exakt dem Gewicht von 250 g entspricht. In der Praxis verfahre ich allerdings immer so und bin mit dem Ergebnis zufrieden. Darüber hinaus habe ich hier bewusst auf die Nennung der Zuckerart verzichtet. Welcher Zucker sich für welchen Drink eignet folgt in Teil 2.

Natürlich freue ich mich auch auf Anmerkungen und Anregungen zu dieser Anleitung! :wink:

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1. Flasche auskochen

Glasfläschchen und Einmachgläser koche ich mittlerweile immer in der Mikrowelle aus. Natürlich ohne Metalldeckel… :wink:

die verlängerte Kochzeit erhöht die Haltbarkeit

Das längere Kochen, ggf. unterstützt durch die Zugabe von geringen Mengen Zitronensäure, unterstützt wohl auch die Inversion - also die Umwandlung von Saccharose in Glucose und Fructose. Dadurch würde die Rekristallisation des Sirups verhindert. Ich habe hierzu aber noch keine Versuche durchgeführt, habe aber noch keine Zuckerkristalle im ca. 2 Monate alten Sirup (2:1, im Kühschrank).

Ok, danke für die Tipps. Das mit Zitronensäure kenne ich auch, hab ich aber absichtlich weggelassen, weil ich es nicht für notwendig halte. Bei mir kristallisiert der Zucker nur sehr selten aus.

Bei Brotbacken ist mir mal aufgefallen, wie schlecht die normalen Küchenmessbecher geeicht sind. Daher bin ich dazu übergangen, dass ich Wasser generell abwiege.

Ok, ist auch ein vertretbarer Mehraufwand. :wink:

Ich Frage mich wie wichtig das Auskochen der Flasche ist — es wird ja kochender Sirup eingefüllt. Sollte der nicht den selben Effekt haben?

Ich bin beim Kochen von Marmelade bisher auch immer so vorgegangen und die Gläser mit kochendem Wasser befüllt. Aber vielleicht macht man es sich unnötig kompliziert …

Also beim Einkochen von Saft kann ich dir aus Erfahrung berichten, dass es durchaus einen Unterschied macht, ob die Flaschen vorher sauber sterilisiert wurden. Saft ist aber natürlich durch seinen niedrigeren Zuckergehalt besonders empfindlich.

Generell würde ich beim Befüllen von Gläsern und Flaschen mit kochenden Flüssigkeiten sehr vorsichtig sein. Idealerweise das Glas zuvor mit heißem Wasser aufwärmen. Meiner Mutter ist einmal eine Flasche beim Befüllen explodiert. Das ist kein Spaß.

Also wir spülen das Glas vor dem Befüllen mit Marmelade auch mit warmen Wasser aus. Auskochen tun wir es nicht. Nach Gebrauch kommen sie in die Spülmaschine, das war’s.

Allerdings haben wir das Problem mit der Haltbarkeit so nicht, da wir die Gläser in den Froster packen. Geschmacklich keine negativen Auswirkungen und seitdem nie wieder Schimmel oder so etwas.

Mir ist neulich ein Weck-Glas (also eines was speziell zum Einkochen gedacht ist) kaputt gegangen. Ich hatte es aus dem Kühlschrank genommen und wollte den Inhalt im Wasserbad erhitzen. Beim ersten Glas kein Problem – beim zweiten Glas gab es knacken und einen umlaufenden Riss am Boden so dass man den Boden abnehmen konnte. Ich schätze die Temperatur-Differenz von ca. 95 °C war dann doch zu groß.

:grimacing: