Mein zuletzt gemixter Drink

Heute dann etwas Tiki …

Free Rider

3cl Plantation OFTD

3cl Benedictine

1,5cl Fernet

4,5cl Ananassaft

2,25cl Limettensaft

0,75cl Zuckersirup

2 Dashes Aromatic Bitter

Quelle: Paul McGee

Weiß noch nicht genau was mich stört, ich glaube beim nächsten mal würde ich einen Rum mit Ester nehmen. Vielleicht New Yarmouth.

Erst einmal 3,5/5

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Meine ersten beiden geshakeden Cocktails des Jahres

Ich hatte tatsächlich nur zwei gerührte im Januar gehabt und hole jetzt das Posting eines Tiki-Drinks von vor ein paar Tagen, sowie eines (beziehungsweise zwei) Schaumweincocktails von gestern nach. Beide Drinks mit verschiedenen saisonalen Oleo Saccharums.

Bone Dry Blood

Ich habe seit etwa zwei Jahren Skull Mugs im Gläserschrank stehen, ohne diese bisher benutzt zu haben. Eine gute Gelegenheit, einen Tiki Drink zu kreieren, insbesondere, weil ich frische Blutorangen bekommen habe.

Rezept:

  • 4,5 cl gereifter, milder Jamaica Rum (Appleton 12)
  • 1,5 cl gereifter, esterlastiger Jamaica Rum (Hampden HLCF Overproof)
  • 1,5 cl gereifter Demerara Rum (El Dorado 15)
  • 1,5 cl gereifter Rhum Agricole (Clément XO)
  • 1,5 cl Maraschino Likör (Luxardo)
  • 3 cl Limettensaft
  • 4,5 cl Blutorangensaft
  • 2,25 cl Blutorangen-Demerara-Oleo-Saccharum
  • 6 Tropfen (⅛ TL) Pernod
  • 2 Dashes Angostura Bitters
  • 3 Ingwerscheiben
  • Garnitur: Blutorangenscheibe, Minze & Kandierter Ingwer

Zubereitung:

Ingwerscheiben im Rum muddlen, restliche Zutaten hinzufügen und shaken. Double Strain auf crushed Ice (selbstverständlich im Lewis Bag frisch zerpimmelt) in einen Tiki-Mug, garnieren.

Trockener, als sich die Rezeptur liest, aber dennoch balanciert. Ich war erst nicht so überzeugt von dem Drink, insbesondere weil ich kein all zu großer Freund von Orangensaft in Cocktails bin (es gibt ein paar Ausnahmen wie Blood & Sand oder Monkey Gland), aber mit etwas Verwässerung durch das zerstoßene Eis öffnen sich die Aromen und das Ganze wird gut trinkbar. Geht tatsächlich etwas in Richtung eines klassischen 1934er Zombies, aber milder und etwas fruchtiger und süßer. Die Rumpower braucht sich aber ebenfalls nicht zu verstecken und ist, trotz aller aromatischer Wucht, sehr ausgewogen und komplex. Die Rumbasis gefällt mir wirklich gut und jeder der vier Rums fügt sich gut in das Gesamtbild ein. Appleton als solide Basis mit etwas Eichenholz, der gereifte Rhum Agricole bringt eine trockene Grasigkeit ein, während der Hampden für Carbonsäureester sorgt und der El Dorado 15 die Demerara typische Röstaromatik ins Spiel bringt. Das Blutorangen-Oleo-Saccharum sorgt für eine sehr präsente Zitrusfruchtnote, während Ingwer reichlich scharfe Gewürzaromen einbringt. Pernod und Angostura sorgen für weitere Gewürzanklänge und Tiefe, der Limettensaft sorgt für die richtige Portion Säure. Zwar ziemlich viele Zutaten, aber diese ergeben einen komplexen, tikitypischen Geschmackseindruck.

Gegen Ende finde ich den Cocktail doch ganz gelungen, das Teil lebt von einem gewissen Maß an Dilution durch das Crushed Ice, auch wenn ich zugehen muss, schon noch bessere Ideen gehabt zu haben. Vielleicht würde dem Drink ein dirty Dump, den ich sonst im Shaker zubereitet eher ablehne, gut tun.

Bergamot 75

Der erste Schaumweincocktail des Jahres - und was für einer. Mein guter Freund @Cold.Buttered.Steve und ich haben zusammen frische Bergamotten bestellt. Ich habe ein paar Bergamottenzesten mit Zucker vakuumiert und ein paar Tage in Kühlschrank ruhen lassen, um Oleo Saccharum zu erhalten, das die Grundlage des Bergamot 75 bildet. Weil der erste Drink so gut und der Sekt sowieso offen war, habe ich noch einen zweiten mit einem anderen Gin zubereitet. Der Erste war mit meinem Standardgin dem Tanqueray Ten, der Zweite mit Lister 3 Gin. Leider habe ich nur den ersten fotografiert.

Rezept:

  • 3 cl Gin (erster Cocktail mit Tanqueray Ten, der zweite mit Lister 3 Gin)
  • 1,5 cl Bergamottensaft
  • 1,5 cl Bergamotten-Oleo-Saccharum (mit etwas heißem Wasser angelöst)
  • Schaumwein zum auffüllen, ca. 6 bis 8 c. (Immich-Anker Brut Narure Zero Dosage Rieslingsekt)
  • Garnitur: Bergamottenzeste

Zubereitung:

Alles außer dem Sekt shaken, Double strain und mit dem Schaumwein auffüllen.

Hat schon starke Earl-Grey-Tee-Anklänge, nur ohne den Schwarzteegeschmack. Der Sekt sorgt für das nötige prickeln und der Gin bildet ein stabiles Fundament. Insgesamt schön herb, aber irgendwie trotzdem gefällig, mit gutem Trinkfluss und vor allem sehr balanciert. Auch die beiden verschiedenen Gins haben einen großen Unterschied ausgemacht: Beide haben zwar würzigen Wacholder als Basis abgeliefert, der Tanq Ten ging dann aber, durch seine stark ausgeprägten Zitrusfruchtnoten in eine sehr smoothe und gefällige Richtung, während der Lister 3 mit ausgeprägtem Lavendel und Ingwer, die beide als Botanicals enthalten sind, einen floral-würzigen Kontrapunkt setzt.

Wenn ich beide Drinks bewerten und ranken müsste, würde ich sagen, dass beide wirklich sehr gut waren, der Lister 3 Gin aber ein etwas spannenderes Ergebnis abgeliefert hat und mir ein μ besser gefallen hat. Auf jeden Fall werde ich nächste Bergamottensaison auch andere Gins testen.

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Wo bekommt man denn Bergamotten her?
Versuche seit 2Jahren, welche am Markt zu bestellen…

Singapore Sling

Entweder ewig her oder ich habe ihn tatsächlich noch nie gemacht , geiles Teilchen. Wie ist euer Rezept?

4,5cl Gin
1,5cl Kirschlikör
0,75cl Benedictine
0,75cl Curacao Triple Sec
4,5cl Ananassaft
1,5cl Limettensaft
0,25 Granatapfelsirup
1 Dsh Angostura Bitters

Anstatt 4,5cl Ananassaft habe ich 50g gefrorene Ananastücke geblendet.

Als Gin habe ich einen fruchtigen Hopfengin aus Duisburg genommen :wink:

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Hab schon das ein oder andere Rezept probiert, werde aber irgendwie nicht so richtig warm mit ihm…

Vielleicht liegts daran dass ich den Benedictine immer mit anderen Kräuterlikören substituiert habe. Soll ja nur schwer bis gar nicht ersetzbar sein :thinking:

Haben wir einfach im Internet bestellt :smiley:

Und das funktioniert? Dann probiere ich das nächstes Jahr auchmal aus. Saison ist ja fast vorbei, oder?

Auf jeden Fall Danke…

Ja funktioniert gut. Bisher zwei mal ausprobiert und gute Ware erhalten.

Bénédictine ist tatsächlich der einzige Kräuterlikör den ich regelmässig nutze. Chartreuse ist mir in der Regel viel zu dominant und mit Pastis und Anisette bin ich auch nie warm geworden.

Holy Smoke Nr. 1

45ml Bourbon Whiskey
15ml Punt É Mess)
15ml Benedictine
5ml rauchiger Whiskey (Laphroaig)
2dsh Schokladen bitters

Nette Manhatten Variante

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Tempter Cocktail

Ein Drink, den ich neulich beim erneuten Durchblättern des Savoy Cocktail Books gefunden habe und der irgendwie schon mein Interesse geweckt hat. Definitiv einer der eher obskureren Kreationen, die in diesem Standardwerk der Prohibitionszeit, während der vermutlich viele Trinktouristen aus den USA nach London gereist sind, entstanden ist. Aber ein simpler zwei Komponenten Drink aus Portwein und Apricot Brandy hat mich irgendwie schon gereizt.

Weil ich nach meinem ausgiebigen und dekadenten Montag-Abend-BBQ mit dreierlei Austern als Vorspeise und zwei Stücken vom Wildschwein als Hauptgericht, als Dessertwein ohnehin Portwein geöffent habe, bot sich dieser Cocktail förmlich an. Zur Anwendung kam Cockburn’s 10 Years old Tawny, den ich, weil mein infantiler Fäkal- und Koitalhumor nicht meinem mittlerweile gesetzterem Alter entspricht, aufgrund des lustigen Namens gekauft habe. Aber das Zeug kann durchaus was.

Das Savoy nennt einfach ½ Port und ½ Apricot Brandy als Rezeptur, ich habe noch eine Zitronenzeste spendiert und sehr lange gerührt, um die Süße etwas durch Schmelzwasser auszubalancieren.

Rezept:
•4 cl Portwein (Cockburn’s 10)
•4 cl Apricot Brandy (Giffard Abricot du Roussilon)
•Garnitur: Zitronenzeste (Optional)

Zubereitung:
Ausgiebig auf Eis rühren und straight up in eine vorgekühlte Coupette abseihen.

Gefällt mir erstaunlich gut, dafür dass das Teil ziemlich süß ist. Der Abricot du Roussilon gehört ohnehin zu meinen Lieblingslikören und Portwein weiß ich auch sehr zu schätzen. In Kombination funktionieren beide erstaunlich gut. Sehr viel Fruchtigkeit, eine viskose Textur und trotzdem eine gewisse Komplexität.

Ich hätte dennoch zwei Verbesserungsvorschläge: Entweder trockener weißer Port und Aprikosenlikör oder ein schöner Marillen- oder Aprikosenbrand mit rotem Port, um die Süße etwas zu reduzieren.,

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Inspiriert von diesem Video habe ich diesen Drink am Wochenende nachgemixt, allerdings habe ich zusätzlich noch etwas Cacacha dazu gegeben.

Hat uns seeehr gut geschmeckt. Wir haben ihn mit 9/10 bewertet und können ihn sehr empfehlen.

Ok für alle die das video nicht schauen wollen.

Kurz: Batida Kirschsaft

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Nur mal kurz zum Zeigen:

Sazerac. Cognac.

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White Noise

Ein leckerer Low ABV Aperitivo. Gefällt mir!

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3 Beiträge wurden in ein existierendes Thema verschoben: System für klare Eiswürfel/Eisstangen/Eiskugeln

Smoke and Bitters
3 cl Tequila
3 cl Cynar
1,5 cl Fernet Branca
1,5 cl Mezcal
Grapefruit-Zeste

aus diesem Video:

Ziemlich intensiv. Die Zutaten ergänzen sich in ihrer Intensität recht gut.

8/10 Punkte

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Negroni Sbagliato

Immer wieder lecker!

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Nachdem ich dieses Video gesehen hatte, war ich neugierig, ob man bei diesem St Pauli Killer tatsächlich den Alkohol nicht schmeckt.

Und wirklich, obwohl 4 verschiedene Rums + overproof float und 2 Liköre enthalten sind, trinkt sich der Drink wie ein sehr low ABV Tiki Cocktail.

Hat uns sehr gut geschmeckt und wir haben ihn mit 9/10 bewertet. Können wir sehr empfehlen.

Die Qualität der Produktion zeichnet sich durch die fehlenden Mengenangaben aus. :roll_eyes:

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