Mai Tai

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Zutaten

Menge Zutat
6 cl jamaikanischer Rum (optional kombiniert mit einem anderen R(h)um, z.B. aus Martinique)
3 cl Limettensaft
1,5 cl Orange Curaçao (Pierre Ferrand)
1,0 cl Orgeat (Meneau)
0,5 cl Rohrzuckersirup (2:1)

Deko

Büschel Minze

Glas

Tumbler

Zubereitung

Auf Eis Shaken und in das Glas auf frisches Eis abseihen.

Anmerkungen

Dies ist der :100:. Cocktail in unserer Rezeptesammlung. Wir haben uns entschieden zu diesem feierlichen Anlass den Mai Tai in die Sammlung aufzunehmen, weil wohl über keinen anderer Cocktail im alten Forum so viel diskutiert wurde, um ein optimales Rezept zu finden.
Das hier präsentierte Rezept sollte nach unserem Empfinden einen sehr stimmigen Drink ergeben. Pierre Ferrand Dry Curaçao und das Orgeat von Meneau sind tolle Produkte, von denen der Mai Tai stark profitiert. Beim Rum kann sich jeder nach seinen eigenen Vorstellungen austoben. Wenn meine Gäste einen Mai Tai ordern Stelle ich ihnen üblicherweise 6 jamaikanische Overproofed-Rums vor die Nase und sie dürfen sich dann einen Aussuchen. Man kann aber genau so 2 oder 3 Rums kombinieren.

Das hier vorgestellte Rezept ist angelehnt an Trader Vics Version des Mai Tai. Trader Vic, einer der wichtigsten Verbreiter des Tiki-Kults, beanspruchte für sich den Mai Tai 1944 geschaffen zu haben. In wie weit dies stimmt und ob er die Rezeptur oder den Namen des Drinks nicht vielleicht doch entliehen hat, wird noch heute von Cocktail-Historikern heiß diskutiert. Einen schönen Artikel zur Entstehungsgeschichte des Mai Tai, der etwa einen Mai Tai lang ist, findet man auf bar-vademecum.

Varianten

Ein paar wenige Rums wurden vom Barrel-Aged-Thoghts-Blog im Mai Tai ausprobiert.

Bitter Mai Tai
Bikini Atoll (Yarm)

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Wenn man kein Meneau Orgeat hat und Giffard, Monin oder ähnliches verwendet, sollte man den Mandelsirup um 0,25-0,5 reduzieren und ggf. den Zuckersirup etwas erhöhen, da der künstliche Mandelgeschmack sonst zu sehr durchkommt.

Die Empfehlung geht hier aber ganz klar in eine Richtung -> Meneau!

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Ich betreibe ja nur ungern Brandcalling in Rezepte, doch hier finde ich es Angebracht. Und das direkt bei zwei Produkten.
Orange Curaçao von Pierre Ferrand
Orgeat von Meneau

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Ich persönlich reduziere den Curacao auf ca. 1,2 cl sonst ist er mir etwas zu mächtig im Drink.

Als Standardrum für diesen Cocktail nehme ich sehr gerne 6cl Smith&Cross. Für die etwas mildere Variante 3cl Appleton 12 und 3cl St. James Royal Ambre. Für den extra Kick 5cl Smith & Cross / 1cl High Ester Hampden. Der Ultimative Mai Tai ist für mich nach wie vor mit 6cl Long Pond 17Y von Rum Albrecht. (2nd)

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Ich hab damals meinen ersten Mai Tai mit Monin Mandelsirup gemacht. Der schmeckte überhaupt nicht nach Mandel. Seitdem ich Meneau verwende ist der Mai Tai einer meiner Lieblingsdrinks.
Rezept könnte meins sein mit 4cl Appleton 12Y und 2cl Trois Rivieres 55%.

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Mein erster Mai Tai… es war nach dem Negroni, der erste Drink den ich mir erarbeitet habe.
Den Orgeat hab ich damals natürlich immer selber gemacht. Ansonsten war es das damalige Standard Rezept mit Appleton V/X und Clement VSOP.

Zur Rumkombination, als milde Variante bevorzuge ich einfach 6 cl Plantation Jamaica Vintage Rum und als starke Variante die Kombination aus 3 cl Navy Island Navy Strength und 1,5 cl Dillon Cask Strength Rhum. Der Dillon Rum ist eine Vom Fass Abfüllung (9 Jahre, 66,4 %) ich hab noch circa 150 ml, dann muss ich mir Gedanken um einen Ersatz machen… :see_no_evil:

Die Tim und Benny Gedächtniskombo ist mit 3 cl S&C, 3 cl W&N OP, 1-2 cl HSE 55% als Rumbasis. Der Rest bleibt dann sowieso nicht mehr im Gedächtnis… An meinem 25. Geburtstag war ich sehr verwundert, wieso meine Gäste so betrunken sind, die Mount Gay Eclipseflaschen aber noch nicht einmal berührt wurden. Geschmacklich hat sich allerdings niemand beschwert (das Sprachzentrum war nach dem 3. MT auch schwer lädiert).

Ich habe mal mit einem super Kumpel im Mai Tai zwei verschiedene Orgeats/Mandelsirupe probiert. Meneau war etwas besser. Giffard auch super, und könnte in der breiten Masse den meisten vielleicht besser gefallen (nicht nur süßer, sondern auch aufdringlicher)

Ich hatte den Giffard vorher beziehungsweise zeitgleich mit dem Meneau und war dann echt froh wie er leer war… :see_no_evil:

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Ich bin da auch bei MJM. Vor Meneau hab ich meinen Orgeats immer selber gemacht.

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Meine absolute Lieblingskombi im MT

Menge Zutat
4 cl jamaikanischer Rum mit hohem Estergehalt
2 cl R(h)um
2 cl Limettensaft
2 cl Orange Curaçao (Pierre Ferrand)
2 cl Orgeat (Meneau)
1 cl Rohrzuckersirup

Danke für den Hinweis mit dem Meneau der ist wirklich noch eine Ecke feiner als der Giffard (Den kann ich dann noch zum Backen verwerten)
Seit einger Zeit mixe ich den mit 6cl Kill Devil „Navy Style“ (ohne weiteren Rum)
Angeblich soll der recht nahe an dem im Original vewendeten J. Wray & Nephew sein
(Keine Ahnung ob das stimmt, schmecken tut es auf alle Fälle :grin: )

BrOFs Mischung wäre auch meine. Der Drink ist ein RUMdrink und braucht fast zwingend diese jamaikanischen Estertöne. Gerne darf einer der 2 Rums auch ein Overproof sein.

Auch wenn alles das gleiche reden und einer den anderen wiederholt. Das Meneau Dogma möchte ich hinterfragen. Meneau ist ein schönes Bioprodukt, authentisch und eigen. Aber im Mai Tai ist es mir zu dominant, denn es bringt einen leichten Muff-Ton in den Drink ein. Da ist der Giffard zwar etwas süßer, aber im Mandelton schlanker, reiner und eindeutiger.

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Ich habe in den letzten Monaten auch viel mit dem Mai Tai rumprobiert.
Zuletzt auch mit sehr intensiven Hampdens und Long Ponds. Pur sind die aber doch etwas zu stark, daher bin ich gerade wieder etwas zurückgerudert und habe aktuell folgende Formel:
4cl Jamaica (High Ester und high %)
2cl Clement VSOP Agricole
3cl Lime
1cl Pierre Ferrand
1,5 Marie Brizard Orgeat
1cl Zuckersirup

Das Orgeat von Marie Brizard ist für mich eine gute Alternative zu Giffard und Meneau.
Leider ist der MaiTai mit Hampden fast schon ein Luxus geworden, da die wirklich spannenden Sachen kaum bezahlbar oder einfach nicht erhältlich sind. Der Hampden Overproof (80€) schlägt sich immerhin ziemlich gut und ist verfügbar.
Auf dem Foto sieht man im Hintergrund meine „economy“ Variante, die auch viel Spaß macht. Economy deshalb weil alle drei Rums regulär erhältlich und bezahlbar sind. Veritas, Xaymaca und CdI Navy Strength.

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Am Sonntag habe ich einen Mai Tai nach obigem Rezept mit „Rum Artesenal - Caribbean Isand“ gemacht. War wahrscheinlich der beste Mai Tai, den ich je selbst gemixt habe. Da der Rum ja nur 40% hat, habe ich ihn ohne Eis serviert. Das hat dann mit der Stärke gut gepasst. Ein bisschen Wärme verträgt der Drink in der Kombination auch.

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